Mentale Antibiotika

In Zeiten des „Stresses“ auf der Welt und in unserem eigenen Leben, können alte und neue Krankheiten auf körperlicher und seelischer Ebene ausbrechen. Viele Therapeuten sprechen davon, dass jede körperliche Krankheit die Manifestation einer seelischen Disbalance ist. Ich mag das gerne glaube, aber dafür bin ich im Kopf noch nicht ganz weit genug. Manchmal frage ich mich, was ein spezifischer Schmerz genau als seelische Ursache haben kann. Aber tatsächlich ist selbst das noch nicht Annehmen dessen was ist ???? Ich lerne noch.


Das Fundament meiner Ideen war und ist immer die positive Betrachtung der Dinge. Negativität wird uns – ob wir wollen oder nicht – eh fast 18 Stunden am Tag um die Ohren, Augen und Herzen geblasen. (Kurzer Einwurf: Erinnere dich in diesen Momenten immer daran, dass das nur Situationen im Außen sind, die dich nicht im Inneren beeinflussen – DU entscheidest, wie du auf sie reagierst: Annehmen, Ändern, Verlassen.)

Ich leide seit geraumer Zeit von den Nachwirkungen eines Nacken-Hexenschusses. Ich wusste bis dahin nicht mal, dass es sowas an nahezu jedem Muskel im Körper geben kann. Wieder was dazu gelernt.

Der Nacken-Hexenschuss sitzt bei mir genau in der Mitte zwischen Halsansatz und Schulterende leicht nach hinten versetzt. Am sogenannten Trapez-Muskel.

Dieser normalerweise sehr weiche Muskel fühlt sich sonst wie eine weiche Kuhle an. Fass dir mit der rechten Hand auf die linke Stelle zwischen Hals und Schulter. Da wo jetzt dein Mittelfinger liegt, sollte es schön weich sein.

Bei mir ist hier seit Wochen eine harte Kugel. Mal in der Größe einer Erbse und mal fast wie eine Tischtennisball. Je nach Größe und Härtegrad sind meine Schmerzen und Einschränken den Kopf zu bewegen stärker.

Ich wette, du hattest das auch schon mal. Mich tröstet bei sowas immer, dass es weder ohne Grund kommt noch, dass ich der einzige bin, der das erfährt.


So eine plötzliche Muskelverkrampfung oder auch Hartspan kommt, wenn es eine unerwartete, plötzliche Fehlhaltung eingenommen wird. Sei es, wenn man etwas Schwere „aus dem Rücken“ vom Boden anhebt oder den Kopf beim Schulterblick im Auto zu schnell oder unerwartet rumreißt. Begünstigt wird es meistens, wenn es Zugluft gab, Wärmeveränderung oder man „unentspannt“ ist.


Da ich keinen Medizin-Blog habe, fokussiere ich mich auf den letzten Auslöser: Unentspanntheit.

Wenn unser Kopf also die Gedanken (die nicht wir sind!!!) mal wieder auf eigene Stressreise geht, dann fühlen wir uns in der Regel eng, bedrückt, angespannt, unwohl. Wer kennt es nicht: Bei Angst oder starken Stress fühlt sich die Brust an, als läge ein Stein drauf. Das Atmen wird schwer. Auf den Schultern liegt eine schwere Last, wenn uns etwas bedrückt.

All die Metaphern rund um körperliche Leiden sind uralt und spiegeln doch treffender den Auslöser als heutige moderne medizinische Begriffe.

Du kannst es selbst prüfen: Gibt es bei dir im Leben gerade unangenehme Auslöser, die dich hart und verkrampft werden lassen? Sei es das Aufschieben einer lang anliegender Aufgabe, ein Verlust oder ein ungelöster zwischenmenschlicher Konflikt, der seit langer Zeit offen und verdeckt schwelt?

All das sind Energiefresser. Wir sind nur Energie in Form unserer aktuellen Körpers. Unser Körper ist auf fester und energetischer Ebene ein Wunderwerk, von dem wir weniger als 10% verstehen. Und dieser Körper ist enorm robust und leidensfähig und regenerativ. Allerdings mag er eines überhaupt nicht: Psychischen Stress. Und deswegen schreibe ich jeden Tag positive Dinge, damit wir aus Liebe zu uns, Dankbarkeit, Güte, Demut und Freude die Leichtigkeit in uns wieder erwecken, die seit Anbeginn aller Zeiten in uns wohnt.

Durch psychischen Stress, Ärger, Hetze und Kälte werden wir „hart“ und „unentspannt“. Die kleinen Muskeln – wie bei mir der Nacken hat dann irgendwann gesagt, dass er das nicht mehr mitmacht.


Kennst du den Spruch „Die Seele sagt zum Körper ‚Sag du es ihm – auf mich hört er nicht mehr'“

Unsere Seele, Herz, Magen sagt uns eigentlich immer, ob das was wir tun, denken, sagen gerade wahr, aufrichtig und liebevoll ist. Sprich es aus, was du denkst oder fühle tief in dich rein, wenn du was tust: Wenn es sich leicht, freudig und voller Liebe anfühlt, ist es gut, wahr und richtig für dich. Wenn nicht, dann drücken wir es meistens weg und tun, sagen oder denken es trotzdem, weil wir denken, wir sind im Recht, weil wir denken, man erwartet das von uns, oder weil wir denken, dass wir Rache nehmen müssen oder weil wir meinen, wir müssen das tun.

Falsch.

Fühlt es sich nicht richtig an, lass es einfach. Oder verstehe zumindest, dass du dir damit nur selbst schadest.

Meine Seele hat mir seit länger Zeit zu verstehen gegeben, dass ich zu viel am PC sitze bei der Arbeit und abends zu schnell und zu lange vor dem Fernseher sitze. Dieser Kampf mit dem inneren Schweinehund, dass ich mehr Sport machen müsste, öfter aufstehen sollte, habe ich lange Zeit erfolgreich „weggedacht“.

Nun ist unser feinstofflicher Körper aber sehr smart und hat den „Schmerz“ von der Seele an den Körper delegiert. Zuerst war ich wochenlang verspannt und habe diese typischen Kopfkreisebewegungen gemacht. Das ist ungefähr so eine Symptom-Behandlung, wie bei der Schulmedizin. „Es tut weh, und anstatt der Ursache auf den Grund zu gehen, gibts Schmerztabletten“

Der Artikel heißt „Mentale Antibiotika“ – vielleicht ist dieser Titel zu reißerisch. Ich wollte damit ausdrücken, dass die Heilung aller Beschwerden in dir, deinem Herzen, deiner Einstellung, deinem Mindset und deinen Gedanken begründet liegt. Dein Herz ist dein Immunsystem und deine Gedanken können – je nachdem, wie du sie nutzt – Antibiotika oder Virus sein. Lass sie Abwehrzellen sein, die dich vor körperlichen und seelischen Beschwerden und Schmerzen schützen.


Man darf dabei übrigens nie den Humor verlieren, denn es geht hier nur um mich selbst und dass es mir besser geht.

Wie dem auch sei: Es kam das, was kommen musste: Eines morgens wachte ich mit einem typischen „steifen Nacken“ auf und dieser wurden binnen Stunden so schlimm, dass es ein kapitaler Nacken-Hexenschuss war.


Ich kürze die Geschichte jetzt mal ab: Cremen, Massagen und so weiter haben zwar Linderung gebracht aber keine Wendung. Erst, als ich wieder gezielt mehr Sport gemacht habe, dank meiner Smartwatch im Büro jede Stunde aufgestanden bin, nach dem Essen einen Spaziergang eingerichtet habe und mich selbst verpflichtet habe jeden Nachmittag noch einen kleinen Spaziergang von 3-6 Minuten einzulegen, nahmen die Beschwerden ab.

Versteh mich richtig: Die Beschwerden und Verhärtungen sind noch da. Aber nicht mehr so schlimm. Denn eines ist mir jetzt klar: Es gibt noch einen ungelösten geistigen Konflikt, den ich ansehen und fühlen muss. Dieser verursacht die Härte in der Nähe des Kopfes. Also gehe ich von einem relativ physischen, greifbaren, rationalen Kopfkonflikt aus. Wenn es nicht zu persönlich werden sollte, werde ich darüber berichten, sobald ich weiß, was es genau ist.


Vielleicht möchtest du, dass ich bestimmte Aspekte aus diesem Artikel mal vertiefe. Falls das so ist, dann schreibe mich gerne an. Ich freue mich über deine Nachricht.


Ich hoffe, du fühlst dich jetzt positiv angesprochen, dass auch du in dich reinfühlen darfst, was dich vielleicht hart macht und dass das sein darf und du dem Auslöser jetzt auf Wiedersehen sagen darfst. Sage danke, dass es da war. Sage danke, dass es dir gezeigt hat, genau hinzuschauen. Sage „Danke Schmerz, du darfst jetzt gehen.“


Ich danke dir, dass du so viel deiner wertvollen Zeit investiert hast, diesen Artikel bis zum Ende zu lesen.