Ich wusste es schon immer…

…und doch hat es über 30 Jahre gedauert, es anzugehen!

Nachdem ich nicht wirklich Ziele für das neue Jahr definieren wollte, weil Ziele oft auch Frustration und Schmerz mitbringen, habe ich durch Meditieren und sehr interessante Inspirationen von Achtsamkeit-Podcasts eine neue Idee für mich entwickelt.

Der Ansatz ist so alt wie simpel und du wirst dir denken: Das ist doch weder was Neues noch so bahnbrechend, dass darüber gebloggt werden muss. Nun, vielleicht ist es für 99 von 100 Menschen bereits lebende Gewohnheit aber ich erwache gerade immer stärker und danke meinem Herzen dafür, dass mir all die Ideen zufliegen, die ich vorher ignoriert habe oder schlichtweg einfach nicht sehen konnte oder wollte.

Natürlich habe auch ich Träume. Aber Ziele wären Träume mit einem Erfüllungsdatum. Also möchte ich lieber fließend und achtsam an mir arbeiten, wachsen und mich und mein Außen genießen.

Ich könnte jetzt sagen: Ich möchte in den nächsten 10 Wochen einen Sixpack. Ja, das würde sogar stimmen. Aber ich wäre aktuell weder bereit den Preis dafür zu zahlen noch würde ich meine Motivation und Disziplin aufrecht erhalten können, weil es eben kein wirklich INNERES Ziel ist.

Nichtrauchen, Gesundesten, Sportlichen sind für mich Gott sei dank keine Ziele mehr, da sie mir zu eigenen geworden sind und einen festen Bestandteil meines Lebens bilden. Wie Arbeit, Atmen und Essen. Natürlich muss ich mich auch mal zum Sport „zwingen“ oder denke „ach jetzt eine Zigarette“ aber es wäre auch seltsam, wenn diese Gedanken nicht kämen 😉


Seit einigen Wochen hatte ich ein diffuses Unwohlsein, welches im Dezember in einer heftigen körperlichen Übelkeitsreaktion gipfelte. Schon während dessen war mir klar: Mir ist übel, weil etwas in meinem Leben überhaupt nicht mehr passt und ich es bisher gut ignoriert habe – also zwingt mich mein Körper jetzt zuzuhören. Und mir war sofort ebenfalls klar, dass ich gucken soll, was nicht passt und das dann ändern.

Niemand kann erwarten, dass der Daumen nicht weh tut, wenn man sich bei vollem Bewusstsein jeden Tag 3 mal ordentlich mit dem Hammer drauf haut 😉

Oft weiß man, dass irgendwas für einen besonders gut oder schlecht ist. Aber dann gibt es die gefühlten kleinen und großen Tätigkeiten, Begebenheiten, Essen, Freunde, Menschen, Worte, Gedanken, die einfach immer schon da waren und die wir nicht mehr hinterfragen. Ich tue dieses jetzt. 🙂 Zumindest möchte ich das jetzt tun.

Natürlich könnte man sagen, es gibt einfach Tätigkeiten, die gemacht werden müssen, weil sie für Dritte wichtig sind oder „dazu gehören“ – aber ganz ehrlich: Wer oder was steht neben euch, wenn euch diese Tätigkeiten, Menschen oder Gewohnten und Gedanken ins Grab bringen….du weißt, was ich meine oder?

Es gibt dazu einen netten Spruch: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Siehst du: Es ist wirklich einfach, was ich jetzt tun will – und doch wird es alles ändern. Alles wird auf den Prüfstand kommen und damit ich nicht zu subjektiv bin oder zu kurz in der Erinnerung oder die Vergangenheit glorifiziert wird, habe ich mir vorgenommen, alle Tätigkeiten, Menschen, Gewohnheiten und Gedanken aufzuschreiben und 30 Tage täglich durch ein einfaches Ampel-System zu bewerten:

Das heißt, jeden Abend schreibe ich z.B. auf, wie sich jeder Bereich in meinem Herzen und meinem Bauch angefühlt hat: Junk Food gegessen: + oder 0 oder –

Nach 30 Tagen bin ich dann sicher nicht umfassend schlauer, aber darum geht es nicht. Es geht um das achtsame und aufmerksame Reflektieren von meinem Alltag. Und sollte dabei heraus kommen, dass mich eine bestimmte Sache immer weiter von mir selbst entfernt, mich aus meiner Mitte kippen lässt, krank macht oder sich als wahrer Energievampir entpuppt, dann werde ich mir diese Sache anschauen und recherchieren, wie man mit solchen Situationen umgeht – denn dafür weiß ich noch keine Lösung. Natürlich greift auch hier die Regel: Love it! Change it! Leave it! aber ich möchte mir dann dazu mehr Zeit nehmen.


Am Ende ist es jedoch einfach: Wenn dabei z. B. herauskäme, dass meine Arbeit mir nicht gut tut, dann werde ich (siehe oben) ein Ziel definieren, in meiner Arbeit so (von mir selbst) klarzukommen, dass aus den -Zeichen +Zeichen werden oder ich werde schauen, wie den Zustand in der Arbeit aktiv und positiv zum Besseren ändern kann oder ich schreibe mal einen aktuellen Lebenslauf und stelle meine Berufsfühler auf aktiv….

Nun, vielleicht geht es dir genau so. Ich glaube, dass wir alle recht gleich ticken. Der eine ist schon weiter vorne im Erwachen und andere hören erst den Wecker schemenhaft. Ich glaube, dass ich gerade irgendwo zwischen Weckerklingeln und räkeln bin 🙂

Ich wünsche dir einen wunderschönen Tag!